Rückblick: Informationsveranstaltung zum Wärmenetz für Kilchberg
Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, versammelten sich zahlreiche Interessierte zu einer informativen Auftaktveranstaltung zum geplanten Wärmenetz für Kilchberg.
Einführung in die Wärmeplanung
Herr Gugel von der Fachabteilung „Nachhaltige Stadtentwicklung“ erläuterte die Bedeutung alternativer Energiequellen für die Wärmeversorgung und stellte die bisherigen Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vor. Kilchberg befindet sich dabei noch am Anfang des Planungsprozesses. Aktuell wird für ein Nahwärmenetz eine zentrale Heizzentrale zwischen Bühl und Kilchberg diskutiert – ein Konzept, das jedoch mit erheblichen Effizienzverlusten verbunden wäre. Trotz dieser Herausforderung lohnt sich ein frühzeitiger Einstieg in das Thema, denn die Rahmenbedingungen für fossile Energieträger verschlechtern sich mittel‑ und langfristig, was sich unweigerlich auch auf die Preise auswirken wird.
Erfahrungen aus Weilheim
Im Anschluss präsentierten Ulrike Baumgärtner und Martin Brunotte die Fortschritte des Wärmenetzprojekts in Weilheim. Die Projektgruppe arbeitet bereits seit mehreren Jahren an der Entwicklung. Mittlerweile wurde eine Machbarkeitsstudie, die nun abgeschlossen ist. Als potenzielle Betreiber wurden die Teckwerke – Bürgerenergie identifiziert – ein genossenschaftlich organisierter Energieversorger, der bereits erfolgreich vergleichbare Projekte umgesetzt hat.
Vorstellung der Teckwerke
Korin Klein stellte die Teckwerke und ihr Portfolio an erneuerbaren Energieprojekten vor. Die Präsentation zeigte, wie flexibel und innovativ genossenschaftliche Strukturen zur Umsetzung lokaler Wärmeversorgungslösungen beitragen können.
Ausblick und Mitwirkung
Das Publikum zeigte reges Interesse und stellte zahlreiche Fragen. Dabei konnten mehrere engagierte Bürger für die Mitarbeit in einer neuen Projektgruppe gewonnen werden. Die Gruppe plant, bereits im November zu einer ersten Sitzung zusammenzukommen. Das Vorhaben wird weiterhin eng von der Fachabteilung „Nachhaltige Stadtentwicklung“ begleitet.
Die Veranstaltung hat deutlich gemacht: Die Realisierung eines zukunftsfähigen Wärmenetzes ist nicht nur technisch machbar, sondern ist ein Gemeinschaftsprojekt, das Kilchberg aktiv mitgestalten kann. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und auf die nächsten Schritte hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung.
(Bericht Ortsvorsteherin Christiane Littau)
